Das Skizzenbuch Projekt

Das Ding mit dem Skizzenbuch

ist, dass ich mehr als ein Skizenbuch habe. Meistens zeichne ich ja einfach aufs nächste Stück Papier, das in Reichweite ist. Denn Ideen kommen, wenn ich gerade etwas anderes tue. Also gab es in der Vergangenheit schon oft Skizzen auf Bierdeckeln (zum Beispiel für meine Abschlussarbeit). Warum auch nicht, andere machen schließlich ihre Steuererklärung auf Bierdeckeln.

Ein Problem des kreativen Arbeitens ist, sich selbst bzw. den Prozess zu strukturieren. Ein Skizzenbuch für alles funktioniert für mich nicht. Alle Projekte und Schwerpunkte sind am Ende bunt gemischt und dazwischen stehen meine Einkaufslisten für den Wocheneinkauf. Also ein kleines Skizzenbuch je Thema. Alles zusammengehörige in einem Heft, so weit, so gut. Aber irgendwann muss man sich entscheiden, welche Ideen weiterverfolgt werden. Dabei breite ich gern alles vor mir auf dem Bode aus – geht mit einem gebundenen Skizzenheft nicht.

Ein Reiseskizzenbuch

Ein weiteres Problem an gebundenen Skizzenbüchern – was macht man mit den Skizzen, die nichts geworden sind? Seite rausreißen – ruiniert das ganze Buch. Einfach versuchen, die Skizze zu ignorieren? Kann ich nicht. Klingt verrückt, aber ich habe gerade ein neues Hardcover Skizzenbuch bei Gerstaecker bestellt. Weil ich mich selbst trainieren möchte, fokussierter und präziser zu arbeiten – und auch mal schlechte Ergebnisse zuzulassen. Aber dieses Skizzenbuch werde ich nur auf Reisen nutzen. Da ich hier die passende Blog Kategorie habe, wird auf jeder Reise jetzt wenigstens eine Skizze gemacht und hier gezeigt. Aber zurück zum Hauptthema.

Suche nach Wegen aus dem kreativen Chaos

Ein paar Jahre zuvor dachte ich immer, digitales Arbeiten wäre ein Weg aus der Krise – alles gleich als Daten auf dem Rechner, tolle Sache. So einfach ist es aber nicht auch wenn es ein wenig hilft. Denn Ideen kann ich heute auf dem Pinterest Board sammeln. Aber was ist mit den Zeitungsschnipseln mit Bildern? Oder die Schnappschüsse vom Smartphone? Es braucht nämlich wieder structure und vor allem Zeit alles übersichtlich digitalisiert auf PC oder Dropbox zu sammeln. Also, gleiches Problem in grün auf den technischen Geräten.

Ich muss zugeben, noch habe ich den richtigen Weg nicht gefunden. Für den täglichen Papierkram wie Rechnungen und die Infozettel aus Schule und Kindergarten habe ich ein vertikales Ablagesystem eingeführt. Stapel sind nämlich Herdentiere, ein Blatt Papier und zig andere kommen dazu. Vielleicht lässt sich das umwandeln oder ausbauen? Ich recherchiere in nächster Zeit nach Möglichkeiten, der Lage her zu werden und mehr Zeit zum eigentlichen kreativen Arbeiten zu haben. Ich werde meine Versuche und Methoden hier in einer Blogserie festhalten. Aber vielleicht habt Ihr ja gute Ideen oder Tips für mich? Was funktioniert bei Euch am Besten? Wie verbindet Ihr digitale und „echte“ Arbeiten miteinander?

Sharing is caring - Thank you in advance.

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