Tristan- Berlin zeigt Zähne

Tristan- Berlin zeigt Zähne

Tristan- Berlin bares teeth
Tristan Otto

Was ich besonders am Muttersein mag ist, durch meine Kinder meine Kindheitsträume noch einmal zu erleben. Mein Großer ist ein risen Dinosaurier Fan, wie ich im selben Alter. Und der coolste Dino der Welt – ganz klar, der T.Rex. Einer meiner unerfüllten Kindheitsträume war, ein echtes T.Rex Skelett zu sehen. Da es aber bisher kein Skelett in einem deutschen Museum gab, ist es nie dazu gekommen. Daher war es klar, das wir die Ausstellung  „Tristan – Berlin zeigt Zähne“ besuchen werden.

Das Museum für Naturkunde Berlin zeigt seit Dezember 2015 eines der vollständigsten Skelette weltweit. Wir haben zwar immer noch knapp ein Jahr gebraucht, aber im Januar 2017 war es soweit. Das Fossil ist benannt nach den ersten Vornamen der Söhne der beiden Besitzer -Tristan Otto. Großzügiger Weise wurde das Skelett dem Museum die nächsten Jahre zur Forschung überlassen.

Ich muss zugeben, ich habe mir gedacht, nach all den Jahren ist es ganz „nett“ jetzt doch mal einen T.Rex zu sehen. Und ja, sicherlich ist die Größe eines solchen Fossils beindruckend, aber natürlich gehe ich ja hauptsächlich meinem 7-jährigen Sohn zu Liebe dorthin.

Größe ist eben doch bedeutend

Vor einem 12 m langen und 4 m hohen Skelett zu stehen ist jedoch mehr als beeindruckend. Am Beeindruckendsten ist die tiefschwarze Farbe, die in der perfekten Lichtinszenierung wie Zeichenkohle wirkt. Eine Replique des Kopfes in einer Vitrine ermöglicht es, von Angesicht zu Angesicht Tristan ins Maul zu schauen. „Seine Zähne waren groß wie Bananen“ – wie oft habe ich den Satz inzwischen wegbelächelt? In einen 2 m langen T.Rex Schädel zu schauen gibt einem ein anderes Größenverständnis.

Tristan- Berlin bares teeth
Tristan bares teeth – illustration watercolor with pencil

Während meiner Modedesign Ausbildung hatte ich Zeichenstunden, in denen es um menschliche Anatomie ging. Daher habe ich sehr oft menschliche Skelette gezeichnet. Diese tiefschwarze Farbe und der riesige Kopf sorgten dafür, dass ich mich am Liebsten in die Halle gesetzt hätte, um Tristan zu zeichnen. Vielleicht hätte ich das ja gemacht, wenn nicht meine Familie dabei gewesen wäre und es etwas heller gewesen wäre. Tristans Kammer ist wirklich sehr dunkel. Die perfekte Atmosphäre, aber die Augen ermüden doch sehr schnell. Daher habe ich das Zeichnen auf zu Hause verschoben – oben seht ihr meine Illustration in Aquarelle und Bleistift –  etwas bunter als Tristans dunkles Zimmer.

Tristan- Berlin bares teeth

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